Delirprophylaxe als Handlungsfeld professioneller Pflege


Delir-Prophylaxe

 

Es ist eine alltägliche Erfahrung: Jemand stürzt, bricht sich den Schenkelhals. Die Verletzung, der Blutverlust, der Schmerz, die Narkose, die Operation, die fremde Krankenhauswelt - das Leben ist von einer Sekunde zur anderen aus den Fugen geraten. Wenn das alles einfach zuviel wird, dann reagieren manche Menschen mit einem akuten Verwirrtheitszustand, dem Delir. Ein Delir müssen nicht immer Halluzinationen sein, ein aggressiv werden oder toben. Es gibt auch eine leise Form des Delirs, den inneren Rückzug. Dann wird die Alltagsrealität nicht mehr erkannt und verstanden. Häufig sind die Konzentration und die Merkfähigkeit nach einem schweren Delir nicht mehr wie früher. Für manche Patienten endet ein schweres Delir mit einem Heimaufenthalt, weil sie nicht mehr selbstständig zuhause Leben können.

 

Das oberste Ziel des Delirmanagement am Klinikum Neumarkt ist die Vermeidung eines Delirs.

 

 

Dies erreichen wir mit geschulten Betreuungskräften wie folgend beschrieben zu erreichen:

 

- Begleitung und Betreuung der besonders gefährdeten Patienten während des Aufnahmeprozesses, dem Weg in den Operationssaal und im Aufwachraum nach der Operation

- Je nach Narkose begleiten sie den Patienten sogar während der gesamten OP

- Betreuung des Patienten bis zu drei Tage nach dem operativen Eingriff

     
Rosemarie Spies  Franziska Hilbich  Renate Forster

Im Rahmen eines vom Freistaat Bayern und der Donauer-Stiftung geförderten Projektes haben wir diese spezialisierte Betreuung zur perioperativen Delirprophylaxe etabliert. Weitere Informationen zu diesem Projekt und zu den Ergebnissen finden Sie auf den weiteren Seiten.

Für weiter Auskünfte steht Ihnen die Pflegedienstleitung gerne zur Verfügung.

 

Weitere Maßnahmen zur Vermeidung eines Delirs:

 

  • - Jeder delirgefährdete Patient wird kontinuierlich mittels der DOS (Delirium Observation Screening Scale)/ICDSC (Intensive Care Delirium Screening Checklist) gescreent
  • - Angepasste Rahmenbedingungen für Risikopatienten

- Spezielle pflegerische Maßnahmen für gefährdete Patienten

- Regelmäßige Fortbildungen für die Pflegekräfte

- Delirmanagement-Pocketcard für jede Pflegekraft

 

Wir und vor allem die Patienten benötigen ebenso die Hilfe der Angehörigen zur Vorbeugung eines Delirs.

Wie Sie helfen können entnehmen Sie unserem Delirmanagement Flyer oder Sie fragen direkt die zuständige Pflegekraft/Delir-Betreuungskraft.

Zusammen besteht die beste Chance, ein Delir zu verhindern oder dem Patienten zu helfen, den Zustand schnellstmöglich zu überwinden.

 

 

Podcast des Bayrischen Rundfunks über der Delir-Projekt

 Verwirrt nach der OP - Ein Beitrag von: Ulrike Nikola vom 30.03.2016

Nach Narkose und Operation kann ein sogenanntes Delir auftreten: Eine akut auftretende Verwirrtheit. Deshalb setzt das Klinikum Neumarkt in der Oberpfalz Begleitpersonen ein, die die Patienten vor und nach einer Operation betreuen. Mit Erfolg – wie eine Studie belegt.

Aktuelle Termine



20.08.2019   09:30 Uhr bis 11:00 Uhr

Still-Treff auf der Wöchnerinnenstation


Sinneswahrnehmungen von Neugeborenen [ ... mehr]


03.09.2019   09:30 Uhr bis 11:00 Uhr

Still-Treff auf der Wöchnerinnenstation


Stillen bei Erkrankung der Mutter [ ... mehr]


17.09.2019   09:30 Uhr bis 11:00 Uhr

Still-Treff auf der Wöchnerinnenstation


Langzeitstillen – Was, du stillst noch? [ ... mehr]


19.09.2019   16:00 Uhr

Arbeitskreis der Pankreatektomierten e.V.


Thema: Chemotherapie nach Bauchspeicheldrüsen-OP’s [ ... mehr]


24.09.2019   19:30 Uhr

Gesundheitsforum 2019


Notfallversorgung in Neumarkt – Zusammenarbeit zwischen Notarzt und Notfallzentrum [ ... mehr]



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